Der Inflationsrechner

Mit unserem Inflationsrechner für den Euroraum können Sie die Preissteigerung und den Kaufkraftverlust anhand historischer Daten oder für Ihre beliebigen Eingaben über einen ausgewählten Zeitraum berechnen, um so Ihre persönliche Kaufkraftentwicklung zu zeigen. So können Sie beispielsweise die Preisentwicklung bei Lebenshaltungskosten oder die zu erwartende Rente aus einer Geldanlage als Prognose berechnen.

So funktioniert der Inflationsrechner

Sie geben die folgenden Daten als Variablen in die Tabelle ein:

  • Berechnen von Preisen/Kaufkraftoder Inflationsrate
  • Preis zu Beginn des Zeitraums oderheutiger Preis
  • Individuelle Inflation oder historische Inflation
  • Zeitraum von
  • Zeitraum bis

Inflationsrate berechnen

Das Ergebnis des Rechners zeigt Ihnen:

  • Die Inflationsrate für ein Jahr
  • Den zukünftigen Preis
  • Die Preissteigerung insgesamt
  • Die zukünftige Kaufkraft
  • Den gesamten Kaufkraftverlust

Klicken Sie einfach auf Berechnung und erhalten die Werte aus unserem Inflationsraten-Rechner.

Kapital in Euro
Inflationsrate pro Jahr in %
Zeit in Jahren

Wie wird die Inflationsrate berechnet?

Alles was Sie über die Inflationsrate wissen sollten

Um die Ergebnisse des Rechners zu verstehen, muss man erst einmal die allgemeine Berechnung der Inflationsrate betrachten. Die Europäische Zentralbank hat zum Ziel die Inflationsrate mittelfristig unter 2 Prozent zu halten, um einer Deflation vorzubeugen und einer zu hohen Inflation aber auch.

Wie berechnet sich die Inflationsrate also? Wie bereits erwähnt wird ein theoretischer Warenkorb zusammengestellt in den neben typischen Einkaufsgütern wie Eier, Brot, Milch, Toilettenpapier, Windeln, Kraftstoffe und andere Produkte und Nahrungsmittel, wie auch Dienstleistungen wie Telefonkosten, Versicherungen und ähnliches gelegt werden. Mit diesen Waren werden nun die Preisentwicklungen von heute mit denen der Vorjahre oder Vormonate verglichen und so die Preissteigerungsrate bei gleichbleibender Geldmenge errechnet.

Dabei haben drei Variablen Einfluss auf die Berechnung:

  1. Bei der hedonischen bzw. harmonischen Preisbereinigung, die seit 2002 in Deutschland und auch in der EU angewendet wird, geht man davon aus, dass der IT-Technik-Bereich ständig verbessert wird und die Geräte so schnell an Wert verlieren und immer günstigere Modelle auf den Markt kommen. Hat eine SSD-Festplatte mit 500 Gigabyte vor drei Jahren noch mehr als 100 Euro gekostet, gibt es sie heute schon für 30 Euro. Zugleich kommen immer leistungsfähigere Geräte auf den Markt, die dann entsprechend mehr kosten. Der Verbraucherpreis-Index nach der harmonischen Preisbereinigung ist demzufolge genauer als der mit der normalen Berechnungsgrundlage errechnete herkömmliche Verbraucherpreisindex.
  2. Beim PKW-Kauf gilt eine ähnliche Logik nach der heute ein neuer Mercedes mehr kostet als noch ein neuer Mercedes vor 20 Jahren, aber dafür auch wesentlich mehr Sicherheitstechnik und Komfort bieten.
  3. Die Veränderung am Markt ist ein signifikanter Einfluss auf die Berechnung. Der Inflationswert wird dabei über alle Gesellschaftsgruppen gleich errechnet, auch wenn sich nicht jeder einen Mercedes Neuwagen leisten kann.

An den Universitäten gibt es einen einfachen Berechnungsweg für die Inflationsrate (IR) . Dabei subtrahiert man das Wirtschaftswachstum (WW) vom Geldmengenwachstum (GW). Bei einem Geldmengenwachstum von 10 Prozent und einem Wirtschaftswachstum von 5 Prozent ergibt sich in diesem Fall eine Inflationsrate von 5 Prozent.

Formel: GW – WW = IR

Wichtige Fakten zur Inflationsrate

  • Die Inflationsrate gibt Auskunft über die Entwicklung der Kaufkraft bzw. der Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr bzw. Basisjahr
  • Ein hypothetischer Warenkorb wird mit Güterarten und Dienstleistungen, die für einen Durchschnittshaushalt für Konsumzwecke üblich sind gefüllt und deren Teuerung berechnet
  • Liegt die Inflationsrate bei um die 2 bis maximal 5 Prozent ist die Währung stabil, die Wirtschaft und der Konsum sind durch einen moderaten Preisanstieg angeregt. Bei einer zu hohen oder zu niedrigen Inflation kann dies Instabilität für eine Wirtschaft bedeuten und kann negative Auswirkungen auf Arbeitslosenquote, Lebensstandart und politische Strömungen haben
  • Bei einer Inflationsrate von Minuswerten hat man eine Deflation, also einen Anstieg der Kaufkraft bei sinkenden Preisen. Ein anhaltende oder starke Deflation kann zu einer Krise führen, da Waren und Dienstleistungen immer billiger werden, Unternehmen entlassen oder schließen, was eine Wirtschaftskrise zur Folge haben kann
  • In Deutschland ist das Statistische Bundesamt für die Berechnung und Veröffentlichung monatsgenauer Inflationsraten zuständig, die EZB und Bundesbank habe ein Auge auf den Entwicklungen
  • Problematische Entwicklungen, wie der Mietenanstieg in Metropolregionen, können so rechtzeitig erkannt und dem entgegen durch Investitionen, eine Veränderung des Leitzinses und andere Maßnahmen gesteuert werden.

Was ist eine Inflationsrate?

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Mit einer Inflation (aus dem Lateinischen „inflatio“ für anschwellen“ ist allgemein ein über mehrere Perioden andauernder Anstieg des Preisniveaus gemeint. Die Inflation hierzulande kann unter anderem mit dem Verbraucherpreisindex für Deutschland gemessen werden, den das Statistische Bundesamt jeden Monat berechnet und auf ihrer Website veröffentlicht. Auf EU-Ebene ist hierfür die Eurostat für die Berechnung der EWWU-Staaten (Europäische Wirtschafts- und Währungsunion) zuständig.

Die prozentuale Veränderung dieses Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahr, ist die Inflationsrate, die auch Teuerungsrate genannt wird, da sie die Teuerung von Waren und Dienstleistungen für Verbraucher und private Haushalte anzeigt. Dies ist zugleich auch der Wert, der die Minderung der Kaufkraft einer Währung – also eine Geldentwertung – anzeigt. Diese Waren und Dienstleistungen werden Anhand eines durchschnittlichen Haushaltsverbrauchs in einem hypothetischen Warenkorb zusammengestellt. Eine Erhöhung der Preise im Vergleich zum Vormonat oder Vorjahr bedeutet einfach gesagt eine Reduzierung der Kaufkraft des gleichen Geldes.

Die Inflationsrate ist eine der volkswirtschaftliche Säulen an der die Wirtschaftskraft eines Landes gemessen wird. In Ländern mit einer hohen Inflationsrate konsumieren die Verbraucher weniger, da ihr Einkommen immer weniger Kaufkraft hat und somit in ihrem realen Einkaufskorb im Supermarkt immer weniger für das gleiche Geld gekauft werden kann. Eine Volkswirtschaft wird so destabilisiert und Armut, daraus folgende Unruhen, Umstürze und ähnliches können das Ergebnis sein. Die Inflationsrate im Zaum zu halten, ist daher für jedes Land und jede Wirtschaftsunion wie die EU, von großem Interesse.

Was ist die gefühlte Inflation?

Zwischen der von Statistischen Bundesamt errechneten Wert der Inflationsrate und der Inflationsentwicklung wie wir als Verbraucher sie fühlen ist oftmals eine große Diskrepanz, was auch daran liegt, dass die Inflationsrate sinkt, wenn zum Beispiel Sportmotorboote günstiger werden, auch wenn Butter-, Brot- und Milchpreise um einiges gestiegen sind. In die Statistik zur offiziellen Berechnung fließt eben alles ein und das gesellschaftsschichtübergreifend. Sinn macht es, sich einen eigenen Warenkorb für seinen Haushalt zusammenzustellen und die Preise jedes Jahr zu notieren, um so seine reelle Kaufkraftrate zu errechnen oder unseren Inflationsrechner nutzen.

Was ist eine historische Inflation?

Hierbei handelt es sich um den Verbraucherpreisindex seit 1948. Mit den historischen Inflationswerten können Sie Preissteigerungen und Entwicklungen der Vergangenheit sehen.

Was sind die Preissteigerung und der Kaufkraftverlust?

Die Preissteigerung ist der Wert, der sich, wie der Name nahelegt, aus einer Preisentwicklung eines Gutes oder einer Dienstleistung ergibt. Kostete ein Brot beispielsweise vor 20 Jahren noch umgerechnet 80 Cent sind es heute durchschnittliche 1,80 Euro.

Der Kaufkraftverlust meint die Entwertung des Geldes über einen bestimmten Zeitraum und ist die Inflationsrate. Wenn man für 100 Euro vor 20 Jahren den ganzen Einkaufskorb füllen konnte, bekommt man für die gleiche Geldmenge heute noch etwa die Hälfte der Waren.

Was ist eine Deflation?

Bei einer Deflation handelt es sich um den Rückgang des allgemeinen Preisniveaus und nicht die negative Preisentwicklung einzelner Waren oder Dienstleistungen. Wird alles billiger und verdient man noch genauso viel Geld, bekommt man mehr für sein Geld und erlebt ein Wachstum der Kaufkraft. Eine höhere Produktivität und ein durch das größere Angebot folgender Preisverfall kann die Ursache sein, was häufig in der Landwirtschaft zu beobachten ist. Ist also plötzlich mehr Kaufkraft als zuvor da, bei gleichem Einkommen, hat man eine Deflation. Spekulanten, die auf weiter sinkende Preise setzen, hemmen mit ihrer verzögerten Kaufhaltung den Konsum und somit die Nachfrage. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, sind Entlassungen und Firmenpleiten die Folge, was zu einer Wirtschaftskrise führen kann, wie sie in den 30er Jahren in Deutschland vorkam, woraus sich der Zweite Weltkrieg entwickelte.

Was ist ein Verbraucherpreisindex und ein harmonisierter Verbraucherpreisindex?

Der Verbraucherpreisindex dient der Ermittlung der Lebenshaltungskosten eines Landes im Vergleich zu den Vorjahren. Dieser Wert ist für die Berechnung der Inflation elementar. Der Verbraucherpreisindex (VPI)bildet die Grundlage für die Errechnung des sogenannten harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Hierfür muss ein sogenannter imaginärer Warenkorb ermittelt werden, der die durchschnittlichen Einkäufe eines Haushalts in einem Jahr möglichst genau abbildet. Er wird durch laufende Stichproben optimiert und beinhaltet rund 300.000 Einzelpreise und 700 verschiedene Gütergruppen. Darunter immer auch Miete, Strom, Lebensmittel, Transportmittel und Freizeitaktivitäten. Die Güter und Dienstleistungen des Warenkorbs werden in Deutschland alle fünf Jahre angepasst und die Preise monatlich.

Mathematisch kommt hierbei der Laspeyeres-Index zur Ermittlung der Höhe des Verbraucherpreisindex zum Einsatz, bei dem eine Basisperiode zur Berechnung herangezogen wird.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex wurde entwickelt um Fehlstatistiken durch die rasende Entwicklung im Gebiet der IT und die sich nicht an den Fünf-Jahres-Intervall hält. Ein Laptop hält heutzutage kaum mehr als zwei Jahre. Ähnlich ist es auch in der Autoindustrie die rasante Wertverluste birgt und durch technischen Fortschritt auch oft immer mehr kostet. Bei der Ermittlung des harmonisierten Verbraucherpreisindex werden daher neue Güter einbezogen und Entwicklungen erahnt.

Wo und wann erscheint der Verbraucherpreisindex?

Immer zur Mitte eines Monats werden die Ergebnisse des Vormonats zum berechneten Verbraucherpreisindex für Deutschland (VPI) sowie des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) veröffentlicht und können unter www.detatis.de, der offiziellen Website des Statistischen Bundesamts angesehen werden. Wer den Jahresdurchschnitt des VPI und HVPI sehen möchte, findet diesen Mitte Januar des Folgejahres.

Was ist ein Wägungsschema?

An Hand des Wägungsschemas wird ein gesamter Preisindex als gewichteter Mittelwert der Teilindizes der einzelnen Güterbereiche berechnet. Im Wägungsschema sind die Wägungsanteile für die Güterbereiche des Warenkorbs enthalten. Diese Gewichtungsinformationen zeigen die Bedeutung der einzelnen Güter an. Güterarten mit hohen Umsätzen bzw. Ausgaben gehen mit einem entsprechend hohen Gewicht in den Gesamtindex ein. Die Güterbereiche werden im Warenkorb alle fünf Jahre aktualisiert.

Zinsen und die Inflationsrate

Günstige, also niedrige, Zinsen führen zu mehr Krediten und somit zu mehr Konsum, was die Wirtschaft positiv beeinflusst und zu einem schnellen Wirtschaftswachstum führt. Gleichzeitig führt dies zu einer Inflation.

Sind die Zinsen hoch wird mehr gespart und weniger konsumiert, was das Wirtschaftswachstum verlangsamt und zu einer sinkenden Inflation bis hin zur Deflation führt.

Die deutschen und europäischen Notenbanken versuchen die Inflationsrate konstant um 2 Prozent zu halten, um so negative Auswirkungen in Richtung einer zu hohen Inflation oder einer Deflation zu vermeiden.